Montag, 27. Februar 2012

Zukunftvisionen Berlin-Brandenburg 2030

Die IHK-Jahrestagung 2012 am 13. Februar in Potsdam stand unter dem Motto "Energie und Rohstoffe für morgen - sicher, bezahlbar, effizient". Auf dieser Tagung wurden unter anderem die Zielvorgaben des Landes Brandenburg für den Zeitraum bis 2030 vorgestellt. Als eines der wichtigsten Zukunftsschwerpunkte wurde die Entwicklung von Speichertechnologien benannt.

Die BAUTEC 2012, welche vom 21. bis 25. Februar in Berlin stattfand, widmete sich ebenfalls dem Thema "Energie von morgen". Dabei wurden viele interessante Vorträge angeboten.Auch wenn die Paradigmen der Dämmstoffindustrie nur langsam kippen, wurde immerhin den nachwachsenden Rohstoffen ein spezielles Podium für Referate geschenkt. Ebenso wurde deutlich, dass die energetische Nutzung von Biomasse in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird. Dem Thema Elektromobilität wurde ebenfalls eine breite Fläche zur Verfügung gestellt. Auch hier steht das Thema Energiespeicherung im Focus der Entwicklungen.

Die Energiepolitik des Landes ist im Wandel. Die Vergütungen für das Einspeisen von Solarstrom werden weiter zurückgefahren. Das Aufstellen von großen Windparkanlagen um jeden Preis wird nunmehr selbst von Grünen-Abgeordneten kritisch hinterfragt. Die Frage nach der Netzstabilität bei weiterer Ausweitung von Wind- und Solarenergie wird diskutiert. Neben dem Bedarf an Spitzenkraftwerken - zum Beispiel auf Basis von Biomasse - bleibt als einzige Alternative zum weiteren Ausbau des E-Netzes die Energiespeicherung.

Im Land Brandenburg wurde das erste Hybridkraftwerk zur Speicherung von Wind-Energie auf Wasserstoffbasis errichtet. Aber auch kleinere Stromspeicherstationen gewinnen an Bedeutung. Von den kleineren Anlagen sind die Autarken Energie-Hybridstationen AEH der EVOMES UG besonders interessant und werden vom ÖBHZ unterstützt. Zur Speicherung von Wärme wurden unterirdische Erdspeicheranlagen (E-Tanks) entwickelt.

Das Thema Energiespeicherung wird auch im Gutshaus "Schloss" Hohenschönhausen von Berlin in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Dort lebte einst der Erfinder der Trockenbatterie - Paul Schmidt. Unter dem Markennamen DAIMON erlangten die Batterien und Taschenlampen einst Weltruhm. Nunmehr soll ein DAIMON-Museum mit Schülerlabor entstehen. Eine enge Verknüpfung unserer ÖBHZ-Aktivitäten und des geplanten Vorhabens im Gutshaus von Berlin-Hohenschönhausen liegt auf der Hand.


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